Parks und Gärten in Hamburg

Die grüne Stadt Hamburg

Hamburg hat viele große und kleine Parks und Gärten. Manche sind sehr schön, werden aber fast ausschließlich von den Anwohnern genutzt, weil sie klein oder unbekannt sind. Andere stehen in jedem Reiseführer und ziehen daher auch den einen oder anderen Touristen an.

Der Hamburger Stadtpark

Der Stadtpark feierte 2014 seinen 100. Geburtstag. Der große Park bietet viel: einen sehr großen Spielplatz mit Riesenschaukel und Planschbecken, die große Festwiese, auf der 2017 die Stones spielten, im Norden einen schönen Baumbestand und eben auch sehr viele kleine, ruhige Plätze in denen man sich wunderbar erholen kann. Wie z.B. den Adam und Eva Garten, in dem die beiden gelassen die Blicke der Besucher ertdulden. Meine Tipps hier: das Planetarium (mit Aussichtsplattform), die Liebesinsel (leider oft sehr voll)  und die Trinkhalle, ein schönes Café in einem historischen Gebäude.

Wasserlichtkonzert in Planten un Blomen
Wasserlichtkonzert in Planten un Blomen. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300dpi, Juli 2006

Planten un Blomen

Planten un Blomen liegt mitten in der Stadt – der Park ist in Teilen auf der alten Stadtbefestigung gebaut. Besticht der Stadtpark mit Weite sind es bei Planten un Blomen die sehr schönen Anlagen, die mich immer wieder begeistern. Der Japanische Garten ist klasse (am besten bei schlechtem Wetter besuchen, dann ist es nicht so voll) genauso wie die Bürgergärten, in denen man in Ruhe in der Sonne lesen kann. Besonders schön sind die sommerlichen Wasserlichtkonzerte, die bei gutem Wetter tausende Besucher anziehen. Bunte Wasserfontänen spritzen zur Musik.  Ein großes Vergnügen. Picknick, Decke und einen warmen Pullover nicht vergessen.

Wilhelmsburger Inselpark
Wilhelmsburger Inselpark, Bildinfo: 4.000 * 3.000 Px, 72 dpi, Mai 2018

Wilhemsburger Inselpark

Das Gelände der Internationalen Gartenschau (IGA 2013) wurde nach deren Ende zum Inselpark. Der Inselpark ist weitläufig, sehr aufwendig gestaltet, bietet tolle Spielmöglichkeiten für Kinder (u.a. ein künstlicher Geysir) und hat vor allem den großen Vorteil, dass es hier nicht so voll ist, wie z.B. in Planten un Blomen. Einziger Nachteil ist aus meiner Sicht, dass der Park durch eine Schnellstraße geteilt wird. Wer von einem Teil in den anderen möchte, muss über eine Brücke.  Der Park ist sehr gut mit der S-Bahn (Haltestelle Wilhelmsburg) erreichbar.

Alstervorland im Morgenlicht
Alstervorland im Morgenlicht, Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 , dpi, Oktober 2007

Alstervorland

Auch die Wiesen am Ufer der Außenalster waren einmal Teil einer IGA, allerdings schon 1953. Die großen Wiesen werden im Sommer mit weißen Holzsesseln bestückt, so dass man hier wunderbar in der Sonne sitzen kann. Und dem Treiben auf den Wegen (tausenden Jogger), den Wiesen (viele Hunde) und dem Wasser (je nach Wetter Alsterdampfer oder Segelschiffe oder Ruderer oder alle zusammen) zugucken kann. Ich mag das Alstervorland am liebsten früh am Morgen, wenn es es leer ist und die Sonne von St. Georg aus aufgeht.

Und sonst? Aus meiner Sicht unbedingt besuchen: den Jenischpark, den Neuen Botanischen Garten, den Wohlerspark, den Hirschpark und auf jeden Fall den Altonaer Balkon und den angrenzen Elbpark (Heinepark, Donnerspark und Rosengarten). Dazu bald mehr.

Hamburgs Stadtteile

104 Stadtteile

Hamburg hat 104 Stadtteile, die in 7 Bezirken zusammengefasst sind. Ab und zu ändert sich die Zahl oder die Zusammensetzung. 2008 wurden z.B. Sternschanze und Hafencity zu eigenständigen Stadtteilen und Wilhelmsburg wechselte vom Bezirk Harburg zum Bezirk Mitte. Allzu große Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Hamburg hatte dies allerdings nicht.

Wasserwerk Baursberg in Blankenese
Wasserwerk Baursberg in Blankenese, Bildinfo: 2.000 * 3.000 Px, 300 dpi, November 2006

Ganz anders war das 1937, als mit dem Groß-Hamburg-Gesetz u.a. die Städte Altona, Wandsbek und Harburg der Stadt Hamburg zugeschlagen wurden. In diesen Teilen der Stadt sieht man immer noch Zeugnisse der einstigen Selbstständigkeit.

Hamburgs Stadtteile im Wandel

Fotografisch sind die Stadtteile deutlich unterschiedlich attraktiv. Viele Stadtteile sind reine Wohnviertel, in denen es auf den ersten (und manchmal auch auf den zweiten) Blick keine großartigen Motive gibt. Daher kommen in der Öffentlichkeit (und auch hier) immer die gleichen Stadtteile vor.

Allerdings verändert sich die Wahrnehmung, welche Stadtteile interessant sind, mit der Zeit. In den frühen 80er Jahren war das Schanzenviertel ganz und gar nicht cool sondern ein ziemlich runtergekommener Teil Hamburgs. Und noch vor 10 Jahren wäre kaum ein Student freiwillig nach Wilhelmsburg gezogen – heute aber sehr wohl.

Der Süllberg in Blankenese,
Der Süllberg in Blankenese, Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, Oktober 2007

Touristisch interessante Stadtteile in Hamburg

Für Touristen sind in der Regel St.Pauli und das Karoviertel, die Sternschanze, St. Georg, Blankenese mit dem Treppenviertel und die Hafencity interessant. Meine Tipps sind dann noch Wilhemsburg, wo man einen Spaziergang am Spreehafen machen und den Energiebunker besuchen sollte (oben gibt es ein schönes Cafe und einen tollen Blick), Rothenburgsort mit der Elbinsel Kaltehofe und dem WasserForum außerdem Hammerbrook mit den seinen Kanälen.

Der Energiebunker in Wilhemsburg
Der Energiebunker in Wilhemsburg, Bildinfo: 4.000 * 2.664 Px, 72 dpi, Mai 2018

Interessant ist, dass selbst die Hamburger in der Regel nicht wissen, wie die Grenzen der Stadtteile verlaufen. Oder es nicht wissen wollen. So wird gerne gesagt “Ich wohne in Ottensen.”, auch wenn das Zuhause tätsächlich im benachbarten Bahrenfeld liegt. Ottensen, das in jedem Reiseführer beschrieben wird, klingt halt besser. Wer es ganz genau wissen will, findet im Geoportal Hamburg eine Karte, auf der die Grenzen dargestellt werden können (auswählen unter Themen). Wer noch mehr wissen will, kann sich beim Statistikamt Nord alle möglichen Daten zu den Stadteilen angucken, von der Arbeitslosenquote bis zur Pkw-Dichte.

Die Hamburger Speicherstadt

Die Speicherstadt ist für mich noch immer ein ganz besonderer Ort in Hamburg. Das erste Mal war ich in Mitte der 70er dort, zusammen mit meinem Großvater, der im Hafen gearbeitet hat. Damals war der Freihafen mitsamt der Speicherstadt noch komplett umzäunt. Alle Zugänge wurden vom Zoll überwacht. Reinkommen ging einfach, wer aber wieder raus wollte, musste damit rechnen, kontrolliert zu werden. Mich hat das damals schwer beeindruckt. Erst ab 2003 wurden die Zollkontrollen in der Speicherstadt abgebaut, 2013 wurde die “Freizone” im Hafen, also der Freihafen, abgeschafft.

Neuerwegsbrücke Hamburg Speicherstadt
Die illuminierte Neuerwegsbrücke in der Hamburger Speicherstadt. Bildinfo: 3.800 * 2.600 Px, 300 dpi, Oktober 2006

Illumination der Speicherstadt

Einige Relikte aus der Freihafenzeit sind noch erhalten, z.B. das Zollhäuschen an der Brooksbrücke. Seit der Aufhebung der Zollgrenze und dem Beginn des Baus der Hafencity hat sich die Speicherstadt stark verändert. Aus dem riesigen Lagerhauskomplex, der am Wochenende ebenso verlassen wie verwunschen war, ist eine der Attraktionen in Hamburg geworden. Dafür hat auch die Illumination der Speicherstadt gesorgt, die ab 1999 installiert wurde. Die sehr gekonnte Installation macht die Speicherstadt gerade in der Dämmerung noch interessanter. Die Strukturen der Backsteinspeicher und der Brücken werden durch das Licht betont.

Sehenswertes in der Speicherstadt

Sehenswert sind u.a. das Zollmuseum, wo man viel übers Schmuggeln erfährt und ein (gar nicht so) altes Zollschiff besichtigen kann. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch in der Ausstellung Dialog im Dunkeln, wo man unglaublich realistisch erlebt, wie es blinden Menschen geht. Achtung:  weit im Voraus Karten bestellen! Besonders gefällt mir das kleine Speicherstadt-Museum, dass in einem – wie sollte es anders sein – alten Speicher untergebracht ist.

Portal-Skulpturen in der Speicherstadt Hamburg
Portal-Skulpturen in der Speicherstadt Hamburg, Bildinfo: Originale jeweils 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, Februar 2005

Essen & Trinken in der Speicherstadt

Orte zum Essen und Trinken gibt es in der Speicherstadt und der angrenzenden Hafencity inzwischen mehr als genug. Ich mag das “Schöne Leben” sehr gern und finde auch das “Tri Breizh“, das auf der Nordseite des Zollkanals liegt, empfehlenswert.

Der Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen als Attraktion

Von der Nordseite der Elbe, also den Landungsbrücken, dem Fischmarkt oder dem Altonaer Balkon aus, zeigt der Hafen seine schöne, mitunter überweltigende Seite. Die großen Terminals (also dort, wo Container verladen werden) leuchten in der Nacht, riesige Schiffe möchten bestaunt werden und das Auge genießt die Weite des Blicks, den man nur in wenigen Großstädten hat.

Auch die Sonnenuntergänge sind großartig. Klar, das ist mitunter sehr kitschig, aber die Farben, mit denen die tiefstehende Sonne den Hafen erleuchtet, sind ebenso schön wir überraschend. Hier ein Bild, dass im Sommer unmittelbar vor dem Sonnuntergang entstand. Der weiße Rumpf des Schiffes wird von der Sonne kupferfarben.

Schiff im Dock 11 bei Sonnenuntergang
Schiff im Dock 11 bei Sonnenuntergang, Bildinfo: 2.000 * 3.000 Px, 300 dpi, August 2006

Nebel im Hamburger Hafen

Ganz anders zeigt sich der Hafen bei Nebel. Prinzipiell ist Nebel selten in Hamburg, aber es kommt eben doch vor, insbesondere im Winter an der Elbe. Dann hört man den Hafen mehr als dass man ihn sieht und langsam tauchen die Schiffe aus dem Nebel aus. Oder sie fahren einfach vorbei und man sieht sie gar nicht, sondern hört nur den röhrenden Diesel.

Die Rickmer Rickmers im Nebel.
Die Rickmer Rickmers im Nebel. Bildinfo: 3.000 * 2.000 px, 300 dpi, Oktober 2007

Die Docks von Blohm + Voss

Die Docks von Blohm + Voss gehören zum Hafen seit ich denken kann. Früher einfach nur schwarz sind sie heute oft Werbeträger für alles mögliche. Die Docks 10 und 11, die dem Fischmarkt gegenüber liegen, bieten auch heute ein beinduruckender Anblick. Die Werft kann man übrigens besichtigen. Infos auf den Seiten von Blohm + Voss, Stand April 2018.

Blohm-+ Voss Dock 10 im Mondlicht
Blohm + Voss Dock 10 im Mondlicht

 

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Sehenswürdigkeiten in Hamburg- 4 von 400

Von den unendlich vielen Sehgenswürdigkeiten in Hamburg seien hier nur ein paar wenige vorgestellt.

Die Landungsbrücken. Fast 700 Meter Hafen pur. Beste Aussicht auf die Docks von Blohm + Voss, Abfahrtsort für die Hafenfähren, Landplatz für Möwen und ein guter Ort für Fischbrötchen und ein kühles Blondes.  Mehr zu den Landungsbrücken.

Die Landungsbrücken mit der Freedom of the Saes im Dock 17
Die Landungsbrücken mit der Freedom of the Saes im Dock 17. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, April 2006.

Queen Mary 2. In der Augen der Hamburgerin ist das Kreuzfahrtschiff eine von uns. Seit Ihrem ersten Besuch in Hamburg im Jahr 2004 ist die Begeisterung der Hamburger nicht kleiner geworden. Wer selber einmal gucken möchte: hier gibt es die Termine der Queen Mary 2 in Hamburg.

Queen Mary 2 beim Eindocken in Hamburg
Die QM2 ist eine Hamburgerin. So sehen das zumindest die Hamburger. Bildinfo: 3.000 *2.000 Px, 300 dpi, Mai 2006.

Die Alster. Egal ob Binnen- oder Außenalster, ob Dampferfahrt oder Spaziergang, ob Tag oder Nacht: Die Alster ist klasse! In der Wahrnehmung wurde sie in den letzten Jahren oder eher Jahrzenten etwas von der Elbe und dem Hafen verdrängt. Aber die Alster ist ein echtes Juwel mitten in der Stadt. Unbedingt eine Alsterdampferfahrt machen. Und wenn es passt: Das Feuerwerk zum Kirschblütenfest angucken. Mehr zur Alster.

Die Binnenalster in Hamburg bei Nacht
Die Binnenalster in Hamburg bei Nacht. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, März 2009.

Dockland. Es ist nur ein Haus, aber was für eins. Mi der markaten Form ist das Dockland schnell zu einer beliebten Attraktion an der Elbe geworden. Man kann auf die Dachterasse steigen und hat von dort einen tollen Blick auf Elbe und Köhlbrandbrücke. Am besten mit der Fähre 62 hinfahren.  Mehr zum Dockland.

Das Dockland in Hambug
Das Dockland in Hamburg. Bildinfo: 3.200 * 2.100 Px, ca. 150 dpi, August 2012